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Der
natürliche Nebenzweig der Spree wird seit mehr als 450 Jahren als Mühlenfließ
genutzt. Als „Mölle Skozebroge“ wird die Anlage 1555 urkundlich erstmals
genannt. Vermutlich gehörte das Kutzeburger Gelände schon etwa ab 1600 zum
damaligen Kämmereidorf Ostrow, das 1872 zu Cottbus eingemeindet wurde. Zwei
Jahre danach, 1874, wurde das schöne Stück Spreewald zu Gallinchen
eingemeindet. Familie von Pückler aus Branitz, der das Gut Gallinchen bis 1825
gehörte, betrieb eine eigene kleine Mühle etwas dichter am Ort. An ihrer
Stellen entstand 1838 eine Spinnerei, die knapp hundert Jahre später in den
Bankrott geriet und abgerissen wurde. Am Kutzeburger Fließ waren die Mühlen
1767 sanierungsbedürftig. Ein gewisser Roensch aus Forst kaufte sie für seinen
Schwager Bennewitz, und der Pachtvertrag, den Preußenkönig Friedrich II.
bestätigte, behielt bis in das 20. Jahrhundert Rechtsgültigkeit.Im 19.
Jahrhundert wurde die Kutzeburger Idylle in den Sog der stürmischen Cottbusser
Industrieentwicklung gezogen. In Cottbus selbst gab es zu dieser Zeit keine
Walkkapazität mehr und so kaufte die Tuchmacherinnung die Mühle und ließ eine
Walke nach moderner niederländischer Art errichten.Wo heute Pferde grasen, waren fortan in großen Rahmen die
Tuche zum Trocknen gespannt. Doch das Fabrik-Mühlrad klapperte nur 66 Jahre.
Die Mühle selbst wurde baufällig und wurde im Laufe der Zeit abgerissen. Was
blieb und noch weit in die DDR Zeit hinein Konjunktur hatte, war das 1928
gegründete Ausflugslokal Kutzeburger Mühle. So gab es 1930 eine
Landbrotbäckerei, Gasträume mit 60 Plätzen und etwa 360 Plätze im Kaffeegarten.
[QUELLE: Märkischer Bote, CGA- Verlag Cottbus] |